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Der vergessene Zirkus-Film

Menschen, Tiere, Sensationen


Die bunte und vielseitige Welt des Zirkus, eine Welt die auch heute noch Kinder und Erwachsene begeistern kann, auch wenn es immer weniger Zirkus-Familien gibt, die so manche Entbehrung und viele Erschwernisse auf sich nehmen, ihre Zelte in den Städten aufzubauen. Dass sich hier der Sensationsdrang nach Akrobatik, Clowns, Raubtieren, Zauberkünstlern und zersägten Jungfrauen in Grenzen hält, schuldet dies sicherlich auch den neuen Medien, die hier wesentlich mehr Sensationen bieten, als es so mancher Wanderzirkus kann. Doch Namen wie Roncalli oder Zirkus Krone beweisen auch das Gegenteil.


Der Siegeszug des Zirkus begann in frühester Menschheitsgeschichte im alten Ägypten mit fahrenden, umherziehenden Gauklern, die vor allen Dingen auf Märkten ihre Kunststücke wie Feuerschlucken zeigten. Grausamen Höhepunkt fand der Zirkus in römischen Arenen und erfand sich wieder neu als der Zirkus mit den Artisten, Jongleuren, menschlichen Pyramiden, auf dem Trapez und Hochseil, mit dem Todesrad, Wesserwerfen, dem Kunstrad und auf Rollschuhen, mit gefährlichen Dressurakten von Löwen, Tigern, Elefanten, Schlangen und Pferden. Man konnte manches fast nicht glauben, die Sensationen der Artisten hoch in den Lüften ohne Netz und Sicherungsseil.
Man fand seinen Spaß mit tollen Hundedressuren und knallbunten, verrückten und chaotischen Clowns. Man sah Spannung, Dramatik und Nervenkitzel mit phantastischen Zaubertricks, Fesselnummern in Wassertanks und zersägten hübschen Mädchen - und Gefahren wie Habgier, Neid, Hass, Eifersucht und kaltblütigen Mord in Filmen rund um die Welt des Zirkus.


Alfred Lind erschuf bereits 1912 den ersten dänischen Zirkusfilm: "Der fliegende Cirkus", 1924 kam aus Österreich "Der Zirkuskönig"; mit Regisseur Harry Piel entstanden 1935 in Deutschland der "Fürst der Manege" und 1938: "Menschen, Tiere, Sensationen".
In Amerika entdeckten 1939 "Die Marx Brothers im Zirkus" eine burleske Komödienwelt. 1952 suchte Hans Söhnker die "Königin der Arena".

Dann kamen grandios-monumentale Spektakel aus den USA auf die Leinwand: "Die größte Schau der Welt" (1952), mit einem Staraufgebot von Charlton Heston, Dorothy Lamour bis hin zu James Stewart. "Im Zirkus der drei Manegen" (USA 1954) trafen sich Zsa Zsa Gabor, Jerry Lewis und Dean Martin - während es Burt Lancaster und Gina Lollobrigida 1956 aufs "Trapez" zog. Spannung und Dramatik pur war hier angesagt.


Lustiger und voller Schlager gespickt ging es in "Das haut hin" (BRD 1957) zu, mit Peter Alexander, Grethe Weiser und Gunther Philipp, während sich Claus Holm, Germaine Damar und Elma Karlowa als "Rivalen der Manege" (BRD 1958) erwiesen.
In der "Cirkus-Welt" (USA 1964) suchten John Wayne, Claudia Cardinale und Rita Hayworth den "Held der Arena".

Im selben Jahr zog es Freddy Quinn ebenfalls dorthin und man konnte stauen über "Freddy, Tiere, Sensationen". 1967 fanden sich Diana Dors, Joan Crawford und Ty Hardin im "Zirkus des Todes" ein, während es Regisseur Alexander Kluge 1968 mehr kritisch sah "Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos". Von Hamburg bis nach Amsterdam und Istanbul zog es 1969 bis 1972 die Artistenfamilie Doria, in 18 Folgen und zwei Staffeln präsentierte die deutsche Fernsehserie "Salto Mortale".