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DEATH WISH - Ein Mann sieht rot

Hart, brutal, gnadenlos . . .
Zwei Stars: Charles Bronson - Bruce Willis
Ein Filmklassiker von 1974.
4 Fortsetzungen.
Und die Epigonen, die darauf folgten.
Und 2018 - das Remake.


Der Architekt Paul Kersey ist mit seiner Frau, nach dem herrlichen Hawaii-Urlaub, wieder ins eintönige New York zurückgekehrt. Das Arbeitsleben hat Paul schnell wieder im Griff und bringt ihm soviel neue Arbeit, in dem renommierten Architektenbüro in dem er angestelllt ist, ein.
Zuhause entwickelt sich jedoch ein tödliches Drama: Frau und Tochter kehren nach einem Einkauf zurück und werden dort von jugendlichen Kriminellen überfallen und brutal misshandelt, die Tochter zwingt ein Täter zum Oralverkehr.

Während Paul Kerseys Ehefrau im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen erliegt, stellen die behandelnden Ärzte bei seiner Tochter ein schweres, scheinbar unhelbares, Trauma fest und überweisen sie in ein Sanatorium.

Paul Kersey ist am Boden zerstört - irgendwo gefangen zwischen grenzenloser Wut und deprimierender Trauer. Zunächst stürzt er sich in seine Arbeit wie ein Besessener, versucht dort Abstand zu all dem Geschehenen zu bekommen. Bei der Planung einer großen Immobilie in Arizona erkennt der dort ansässige Kunde, Pauls Talent für den Umgang mit Schußwaffen und schenkt ihm, als Dank für die hervorragende Zusammenarbeit, einen Revolver.

Als er wieder in New York zurück ist, beginnt er seinen Rachefeldzug gegen als das Böse, das seine Stadt heimsucht. Als vermeintliches Opfer legt er es darauf an, von Gangstern, Drogensüchtigen und Dieben überfallen zu werden, denen er vorgaukelt, leichtes Spiel mit ihm zu haben. Er erschießt einen Drogensüchtigen, und weitere Kriminelle, die ihn versuchen zu überfallen. Schon bald gerät in das Netz der ermittelnden Beamten, denen jedoch die letzten Beweise gegen ihn fehlen.
Dann trifft er auf harte Gangster und bei einem Schußwechsel wird er verletzt . . .

So begann 1974 der amerikanische Thriller "Ein Mann sieht rot" (Death Wish), den Regisseur Michael Winner souverän inszenierte. Der Film basiert auf dem Roman "Der Vigilant" (Death Wish) von Brian Garfield. Der Film trat seinen Siegeszug um die Welt an, machte den Schauspieler Charles Bronson endgültig zum Weltstar und bescherte schließlich vier Fortsetzungen. 1982 kam der 2. Teil: Der Mann ohne Gnade, 1985 folgte "Death Wish III - Der Rächer von New York", 1987: Das Weiße im Auge und 1994 er letzte Filmteil: Death Wish V - Antlitz des Todes.
Erst im Frühjahr 2016 wurde bekannt, dass eine Neuverfilmung, ein Remake, geplant sei. Das Projekt wurde realer mit der Regie von Eli Roth, bis dann auch noch bekannt wurde, dass Bruce Willis in der Hauptrolle engagiert war.
"Death Wish" startete am 8. März 2018 in den bundesdeutschen Kinos.

Zurück zum ersten Film: "Ein Mann sieht rot".

Ausschlaggebend, dass Paul Kersey, letztendlich auf Verbrecherjagd geht, ist das Schlüsselerlebnis in Arizona, als er mit dem Rinderbaron eine Western-Show in Tuscon besucht. Ein fiktiver Sheriff nimmt das Gesetzt in die eigene Hand und richtet gnadenlos die bösen Buben hin. Paul Kersey, dank des geschenkten Revolvers, im Waffenbesitz adaptiert das Gesehene nun in die real-existierende Ebene und wird zum Mann, der Rot sieht . . .

Für die Filmrolle des Paul Kersey waren vor Charles Bronson auch die Schauspieler Frank Sinatra, Gregory Peck und Clint Eastwood im Gespräch. Letztendlich entschied man sich für Charles Bronson.

Charles Bronson, geboren am 3. November 1921 in Ehrenfeld, Pennsylvania, USA und verstorben 81jährig an den Folgen von Lungenentzündung und Alzheimer- Erkrankung, war bis zu seiner Rolle als Paul Kersey in "Ein Mann sieht rot" schon weltweit als Action-Star bekannt geworden. So wirkte er davor u. a. mit in: Wilde Pferde, 1973; Ein Mann geht über Leichen, 1973; Chatos Land, 1972; Die Valachi- Papiere, 1972; Rivalen unter roter Sonne, 1971: Der Einsame, 1971; Brutale Stadt, 1970; Kalter Schweiß, 1970; Der aus dem Regen kam, 1969; San Sebastian, 1968; Pancho Villa reitet, 1968; Spiel mir das Lied vom Tod, 1968; Das dreckige Dutzend, 1967; Die letzte Schlacht, 1965; ... die alle begehren, 1965; 4 für Texas, 1963; Gesprengte Ketten, 1963; Kid Galahad - Harte Fäuste, heiße Liebe, 1962; Die X-15 startklar, 1961; Robur - Der Herr der sieben Kontinente, 1961; Massaker im Morgengrauen, 1961; Die glorreichen Sieben, 1960; Wenn das Blut kocht, 1959; Ein Mann in den besten Jahren, 1958; Wenn die Hölle losbricht, 1958; Hölle der tausend Martern, 1957; Der Mann ohne Furcht, 1956; Sperrfeuer auf Planquadrat 7, 1955; Blutgeld, 1955; Von der Polizei gehetzt, 1954; Massai, 1954; Der einsame Adler, 1954; Vera Cruz, 1954; Eintritt verboten, 1953; Teufelskerle des Ozeans, 1953; Das Kabinett des Professor Bondi, 1953; Fegefeuer, 1953; Schlachtzone Pazifik, 1952; Die Spur führt zum Hafen, 1952; Die Tränen des Clowns, 1952; Die Feuerspringer von Montana, 1952; Kurier nach Triest, 1952; Der Mordprozess O'Hara, 1951.
Aber auch in vielen TV-Serien, darunter z. B. Wells Fargo, 1958; Dezernat 'M', 1957; oder: Rauchende Colts, 1956, waren er als Gaststar mit dabei.

Nachdem "Ein Mann sieht rot" in den amerikanischen Kinos gestartet war, brach eine laute Diskussion über das Thema "Selbstjustiz" aus, die von Verbänden und der Waffenlobby geschürt wurden, vehementen Widerspruch bei Kirchen und sozialen Einrichtungen fanden und sogar bis in die Politik vordrangen. Dasselbe geschah dann auch, nach der Verbreitung des Filmes in Italien, Frankreich, Deutschland usw. im gesamten Europa.

Der große Filmerfolg von "Ein Mann sieht rot" brachte natürlich Nachahmer auf den Plan und so gab es bald eine Vielzahl von Filmen, in denen aufrechte Männer Selbstjustiz ausübten. Lamont Johnson verfilmte 1976 den Thriller "Lipstick", der in Deutschland als "Eine Frau sieht rot" lief. Darin vergewaltigt ein Lehrer die attraktive Schwester einer Schülerin, an die er sich später auch noch heranmacht.
Chris McCormick, die Schwester, greift schließlich zur Waffe.